Andi Husz nahm beim Challenge St. Pölten teil, einem der ersten Triathlonrennen in diesem Jahr im deutschsprachigen Raum. Über 1500 Teilnehmer inklusive einem hochkarätigen Profifeld freuten sich über diese Startmöglichkeit, auch wenn das Wetter nicht sehr athletenfreundlich war. Nach einer Schwimmpause von 7,5 Monaten und einer Blitzgewöhnung von zwei Wochen zeigte Andi, dass sie das Schwimmen nicht verlernt hatte. Bei einer Wassertemperatur von 15 Grad überraschte sie sich mit einer Schwimmzeit im vorderen Mittelfeld auf den 1,9km. Gemütlicher wurde es auf der 90km langen Radstrecke nicht, machte starker Wind und Regen es den Athleten sehr schwer. Andi kämpfte sich durch und freute sich auf die hoffentlich wärmeren Bedingungen auf der Halbmarathonstrecke. Die erste Hälfte verlief bestens mit einem Schnitt von 6min/km, jedoch musste sie dann der Kälte Tribut zollen und im zweiten Abschnitt auch Gehpausen einbauen. Die Uhr blieb nach 7:05h stehen, womit sie ihre Altersklasse W60 -65 gewann und sich für die Championchip in Samorin qualifizierte. “Ich freue mich, dieses harte Rennen so gut durchgestanden und die Quali für Samorin in der Tasche zu haben. Das wird mein Highlight für das kommende Jahr, wenn hoffentlich die Trainingsbedingungen besser sein werden”, resümiert Andi im Ziel.

Trotz der Coronapandemie und der erzwungenen Stilllegung des Vereinstraining haben zahlreiche Nachwuchsathleten des LTC Wangen weitertrainiert und sehen optimistisch einer kommenden Wettkampfsaison entgegen.

Ron Epple, der der Juniorenklasse entwachsen ist, geht neue Wege und hat sich mit dem Zweitstartrecht der Bundesliga- Mannschaft des AST Süßen angeschlossen. Er wird erstmals in der Eliteklasse starten und die Saison mit einem Highlight eröffnen – dem Start bei den „Finals“, den deutschen Meisterschaften in Berlin vom 3-6.Juni. „Es wird ein Sprung ins kalte Wasser, da ich seit langem keinen Wettkampf gemacht habe und nicht genau weiß, wo ich stehe,“ erzählt der 20 jährige Allgäuer. „Aber die Freude ist riesig und ich werde mein Bestmöglichstes geben.“

Die 16jährige Maja Gralki profitierte als Landeskaderathletin von dem sehr guten Lehrgangsangebot des Baden-Württembergischen Triathlon Verbandes und konnte in den Ferien regelmäßig am Landesstützpunkt in Freiburg trainieren. Ebenso ermöglichte der TSV Lindau und die Lindauer Stadtwerke eine Fortführung des Schwimmtrainings. Da alle Deutschland Cup Rennen bislang abgesagt wurden, wird sie deshalb im Juni zwei Rennen in Österreich absolvieren. Im Rahmen der Europameisterschaften findet am 20.6. in Kitzbühel ein nationales Jugendcuprennen statt und eine Woche später geht es nach Wels zu ihrem ersten Einsatz bei einem Junioren Europa Cup Triathlon. „Das wird natürlich gleich ein Rennen auf hohem Niveau, aber ich freue mich nach dieser langen Zeit des Trainings endlich wieder starten zu dürfen,“ erklärt die Schülerin des Wangener WGs.

Auch der Amtzeller Jannik Stoll entwickelte sich enorm weiter und nutzte das Triathlon-Training als willkommene Abwechslung zum Online -Studium. Jannik wird in der 2. Bundesliga Süd die Mannschaft Team Icehouse aus Bayreuth verstärken, was ihm auch ermöglichte, wieder schwimmen trainieren zu dürfen. Ein weiteres Highlight wird für ihn ein Start bei der 70.3. Mitteldistanz in niederländischen Maastricht am 1. August sein. „ Ich liebe die lange Strecken und freue mich schon sehr auf diese Herausforderung,“ erklärt der 19jährige Student, der damit einer der jüngsten Starter sein wird.

„Es braucht gerade im Jugendalter eine hohe Eigenmotivation, um den Trainingsumfang für den Triathlonsport weiterzuführen“, erklärt Trainerin Claudia Gralki. Sie versucht auch die jüngeren Athleten, die von den Schwimmbadschließungen voll getroffen waren, mit individuellen Trainingsplänen im Laufen und Radfahren, zu unterstützen. Zwei der LTC Schülerinnen, die nun in die B Jugend gewechselt sind und auf längere Wettkampfstrecken treffen, sind Alena Kersten und Henriette Stolzmann. Die beiden haben die letzten Monate sehr gut trainiert und können im Sommer in den Wettkampfsport einsteigen. „ Alena Kersten wird ebenso wie Maja Gralki in Kitzbühel starten und dann sind wir zuversichtlich, dass auch in Deutschland das Sport- und Wettkampfangebot für Kinder und Jugendliche wieder aufgenommen werden kann,“ hofft Claudia Gralki.
Der LTC Wangen bietet nach den Pfingstferien wieder ein Lauftraining für Schüler*innen an: Jeden Donnerstag von 17:00 – 18:30h im Stadion unter der Leitung von Monika Schmid. Neueinsteiger sind zu einem Schnuppertraining herzlich willkommen. Anmeldung unter 07528/915013.

Unter bestimmten Corona-Vorgaben fand am Samstag in Winnenden der 18. Wunnebad Swim&Run statt. Für den Nachwuchs die einzige Möglichkeit in dieser Saison sich landesweit messen zu können.

Dementsprechend waren die Startplätze auch sehr schnell ausgebucht. Für Aléna, die als einzige LTC-Starterin antrat, sowie für alle anderen Athletinnen des älteren Jahrgangs ihrer Altersklasse, ging es auch darum, sich für den Landeskader zu empfehlen. Daher war die Motivation sowie die Anspannung bei Allen besonders hoch.

Gestartet wurde einzeln im Abstand von 30 Sekunden (Jagdstart). So blieb es für alle Beteiligten bis zum Schluss richtig spannend.

Im Schwimmen kam Aléna recht gut voran, wobei sie (aufgrund der Einhaltung des Abstands) beim Überholen einer Mitstreiterin einiges an Zeit verlor.

Als Elfte ging es anschließend auf die Laufstrecke. Mit einer super Laufzeit war es für Aléna am Ende ein hervorragender siebter Platz, über den sie sich riesig freute. „Schade, dass dies der einzige Wettkampf auf Landesebene war“, so Aléna, die an diesem Tag gerne noch Weitere gemacht hätte, nach dem Zieleinlauf.

Auch in diesem Jahr wurde der Skinfit Junior TriCup ausgetragen. Allerdings, bedingt durch Corona, von zuhause aus.
In den vergangenen 12 Wochen haben sich über 50 Athleten aktiv an 12 unterschiedlichen Challenges rund um den Triathlon gemessen. Mit dabei war Aléna. Jeden Mittwoch wurde von den Vorarlberger Profi- und Kaderathleten eine neue Challenge per Video-Clip vorgestellt.
Für jede Herausforderung hatte Aléna nun sechs Tage Zeit diese zu üben und sich dann schließlich beim Absolvieren der Aufgabe filmen zu lassen. Anschließend musste die Aufnahme fristgerecht einer Jury zugesandt werden. Je nach Ausführung (Schnelligkeit, Technik, Koordination, …) wurden für jede Challenge bis zu 8 Punkte vergeben.
Von möglichen 96 Punkten erreichte Aléna dabei tolle 92 Punkte!! Tolle Leistung!

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